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Ausstellung bis 1874
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Veranstaltungsübersicht 2012 Die Gedenkstätte Breitenau ist auch
im 1. Halbjahr 2013 als Kooperationspartner bei verschiedenen
Veranstaltungsreihen aktiv. Im Folgenden werden die Veranstaltungen im Rahmen
der jeweiligen Veranstaltungsreihen aufgeführt und nicht in einer
chronologischen Abfolge. Sonntag,
den 23.12.2012, ab 13 Uhr Friedhof Herzhausen Gedenkveranstaltung am „Polenkreuz“ in
Herzhausen Vor
genau 70 Jahren richtet das NS-Regime am 19. Dezember 1942 in einem Waldstück
bei Herzhausen 6 polnische Zwangsarbeiter hin. In einem Schnellverfahren wurden
sie ohne Berufungsmöglichkeiten zum Tode verurteilt und an Ort und Stelle
hingerichtet. Diesem „Sühnemord“ ging der gewaltsame Tod des Herzhäuser
Hilfspolizisten Fritz Hamel voraus. Der sollte am 23. November 1942 den
polnischen Zwangsarbeiter Nicolay Gluszko von Asel zum Bahnhof nach Herzhausen überführen. Gluszko wurde versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Kurz
vor Herzhausen überwältigte Gluszko den
Hilfspolizisten, tötete ihn und flüchtete in die Ederberge.
Alle Versuche seiner habhaft zu werden, scheiterten. Deshalb griff das
NS-Regime zu dem drastischen Mittel des oben genannten „Sühnemordes“. Alle
Zwangsarbeiter der Umgebung mussten unter Schlägen und Kolbenstößen an den
Erhängten vorübergehen. Am
19. Januar 1943 entdeckten die Häscher Gluszko und zündeten
eine Handgranate in dessen Versteck. An den Verletzungen starb er kurze Zeit
später im Korbacher Krankenhaus. An
diese schrecklichen Ereignisse möchte der Geschichtsverein Itter-Hessenstein e.V. bei einer Gedenkveranstaltung am
Sonntag, den 23. Dezember erinnern und Sie hierzu herzlich einladen. Die
Gedenkveranstaltung beginnt um 13 Uhr auf dem Friedhof in Herzhausen. Dr.
Gunnar Richter, der Leiter der Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen,
wird anlässlich der Gedenkveranstaltung eine Ansprache halten und über die
Schicksale der Ermordeten berichten. Donnerstag, 17. Januar bis Sonntag, 7. April 2013 Regionalmuseum Wolfhager Land Ritterstr. 1, 34466 Wolfhagen Eröffnung: Mittwoch, 16. Januar
2013 Ausstellung
und Veranstaltungsreihe Legalisierter
Raub Der
Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945 Eine
Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks. Mit
Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des
Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. „Da mein Sohn außerordentlich
begabt ist, wie auch sein Lehrer bestätigt, bitte ich Sie, mir das Klavier
des evakuierten Juden zu überlassen.“ Mit dieser
Bitte trat 1942 ein Offenbacher Bürger an sein Finanzamt heran. Im
Vorfeld waren ab 1933 bereits eine Vielzahl Gesetze und Verordnungen erlassen
worden, die auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielte. Die Ausstellung
„Legalisierter Raub“ stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die
Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und
sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden. Sie zeigt, wie das
»Deutsche Reich« durch die Reichsfluchtsteuer, zahlreiche Sonderabgaben und
schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen
verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie an jenen, die blieben,
weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat
trotz allem nicht verlassen wollten. Nach den Deportationen kam es überall zu
öffentlich angekündigten Auktionen aus »jüdischem Besitz«: Tischwäsche,
Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer. Die regionale Präsentation in Wolfhagen steht unter der Schirmherrschaft
von Uwe Schmidt, Landrat des Landkreises Kassel. Sie wird unterstützt von der
Sparkassenstiftung Landkreis Kassel – Kultur, der Ernst Ludwig Chambré Stiftung zu Lich, der vhs Region Kassel, der Hessischen Landeszentrale für
politische Bildung, vom Arbeitskreis Rückblende – Gegen das Vergessen e. V.,
von Gegen Vergessen – Für Demokratie (Reg. Arbeitsgruppe Nordhessen), vom Internationalen
Suchdienst (ITS) Bad Arolsen, vom Evangelischen
Kirchenkreis Wolfhagen, von der Katholischen
Kirchengemeinde Wolfhagen, von der Gedenkstätte
Breitenau, der Region Kassel-Land e. V. (Ecomuseum),
dem Kino Cinema Wolfhagen, der Stadt Wolfhagen und der Wilhelm Filchner
Schule Wolfhagen. Anmeldung und Information Regionalmuseum
Wolfhager Land Ritterstr.
1, 34466 Wolfhagen Tel.:
05692.992431 info@regionalmuseum-wolfhager-land.de Öffnungszeiten Di.
bis Fr., 10.00–13.00 Uhr und14.00–17.00
Uhr Sa.
und So., 14.00–17.00 Uhr (Für
Schulen öffnet die Ausstellung auf Anfrage auch außerhalb der offiziellen
Öffnungszeiten) Kosten Eintritt:
€ 3,– (Erwachsene) Gruppen
(ab10 Erw.): 1,– pro Person Der
Besuch des Museums ist eingeschlossen. Für
Schulklassen und Jugendgruppen ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei. Gruppenführungen:
€ 25,– Begleitprogramm/
Veranstaltungsreihe (pdf-Datei) Dienstag, 29.01.2013, 18:30 Uhr Kino
Cinema, Wolfhagen, Schützebergstr.
37 „Abrahams
Gold“ Einführung
und Moderation: Dr.
Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau Der
Film erzählt die Geschichte von Alois Hunzinger der zusammen mit seiner
14-jährigen Enkeltochter Annamirl in der Idylle
eines bayrischen Dorfes lebt. Er ist ein angesehener Gastwirt, Annamirl liebt ihren Großvater über alles. Eines Tages
fährt Hunzinger mit dem Bierfahrer Karl Lechner nach Auschwitz. Dort hat
Hunzinger vor 45 Jahren eine Kiste mit Zahngold der im KZ Ermordeten
versteckt. Für einen Anteil hilft Lechner ihm, den Goldschatz zu bergen. Was
Lechner nicht weiß: er ist als Sohn jüdischer Eltern vor dem KZ gerettet und
von Zieheltern aufgenommen worden. Unter der Regie von Jörg Graser spielen
Hanna Schygulla, Günther Maria Halmer, Robert Dietl u.a. Eintritt: 6 € Pfingstsonntag,
19.05.2013, 11:30 Uhr Eingangsportal des Fridericianum Kassel „Dort wo man Bücher verbrennt,
Veranstaltung zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kassel Es war am Abend des 19. Mai 1933 als SA-
und SS-Kolonnen auf den Kasseler Friedrichsplatz aufmarschierten um unter dem
Motto ‚Ungeist auf den Scheiterhaufen‘ in aller Öffentlichkeit Bücher der vom
NS-Regime verbotenen Autoren zu verbrennen. Bereits in den Tagen davor hatten Schüler
und Studenten, die als ‚undeutsch‘ deklarierten Bücher aus den Kasseler
Leihbüchereien und Buchhandlungen ausgesondert und zum Friedrichsplatz gekarrt. Bei reger Anteilnahme einer großen Menschenmenge
wurde dort ein Scheiterhaufen aus den tausenden Bänden dieser
„intellektuellen Giftstoffe“ errichtet. Unter den Klängen einer SA-Kapelle
wurde dieser dann in Brand gesteckt. Die Tageszeitungen berichteten in
überschwänglichen Worten von diesem Ereignis! 80 Ja verfemter Autoren
an diese Ereignisse erinnern Pfingstsonntag,
den 19. Mai 2013, Beginn 11.30 U Es
laden ein: SPD-Ortsverein Altkassel Kooperationspartner.: Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V., Gedenkstätte Breitenau e.V.,
Volkshochschule Region Kassel |
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Sonntag, 16. Juni 2013, 15 Uhr Gedenkstätte Breitenau / Guxhagen Über die Kraft zum Widerstehen. Von Menschen in Breitenau, die sich nicht beugten. Vortrag mit anschließender Führung
von Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar Vor
80 Jahren, am 16. Juni 1933, wurde auf dem Gelände des ehemaligen Klosters
und späteren Arbeitshauses Breitenau, ein frühes Konzentrationslager
eingerichtet. Der Nationalsozialismus zielte auf die Erniedrigung und Vernichtung
von politischen und religiösen Haltungen, die sich ihm in den Weg stellten. Ein
Instrument dieser Unterwerfung bildeten die frühen Konzentrationslager, in
denen Oppositionelle, Gegner und aus anderen Motiven Ausgegrenzte und
Unangepasste eingesperrt und gefügig gemacht werden sollten. Prof. Dr. Krause-Vilmar
wird in seinem Vortrag und der anschließenden Führung, unter besonderer Berücksichtigung
einzelner Gefangener des Konzentrationslagers Breitenau (1933/34), von deren
aufrechter Haltung, Selbstbehauptung und Gegenwehr berichten. Prof.
Dr. Dietfrid Krause-Vilmar studierte Geschichte, Politikwissenschaft
und Erziehungswissenschaft an den Universitäten Marburg und Frankfurt/Main
und war von 1975 –2005 Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität
Kassel. Er ist Initiator und Mitbegründer der Gedenkstätte Breitenau und seit
über 30 Jahren mit der Erforschung sowie mit Fragen der Vermittlung der
NS-Zeit, insbesondere in Kassel, Breitenau und der nordhessischen Region,
befasst. Hierzu hat er zahlreiche Beiträge und Publikationen veröffentlicht
und mehrere Auszeichnungen erhalten. |
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