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Veranstaltungsübersicht  2017

 

 

Die Gedenkstätte Breitenau ist auch im 2. Halbjahr 2017 als Kooperationspartner bei verschiedenen Veranstaltungsreihen aktiv. Im Folgenden werden die aktuellen Veranstaltungen im Rahmen der jeweiligen Veranstaltungsreihen aufgeführt und nicht in einer chronologischen Abfolge.

(Zu unseren Kooperationpartnern zählen: Die Vhs Region Kassel, der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“, das Evangelische Forum Kassel, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Kassel e.V., die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V., und das Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel)

 

 

 

 

Einladung zu einer Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom von 1938 und den

Deportationen jüdischer Familien aus Guxhagen

Die Feierstunde findet am Dienstag, dem 7. November 2017,

um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge in der Untergasse

in Guxhagen statt.

 

                                                                                 

Die ehemalige Synagoge von Guxhagen am Lilli Jahn Platz in der Untergasse und die

Gedenktafeln, die an die deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden erinnern

 

In der Nacht vom 8. zum 9. November 1938 wurden in Guxhagen das Innere der Synagoge zerstört, jüdische Einwohner misshandelt und deren Wohnungen verwüstet. Außerdem wurden jüdische Männer für mehrere Wochen im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Drei Jahre danach, im Dezember 1941, begannen die Deportationen der jüdischen Bevölkerung in die Ghettos und Vernichtungslager, und fast alle Deportierten wurden ermordet.

Um an das damalige Geschehen und das Schicksal der Verfolgten zu erinnern, möchten die Gemeinde Guxhagen, die evangelische Kirchengemeinde und die Gedenkstätte Breitenau Sie zu einer gemeinsamen Gedenkfeier einladen. Nach einer Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Edgar Slawik sowie den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Herrn Hans-Georg Albert, wird Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau, über die Deportationen sprechen und dabei einen besonderen Blick auf die Täter und Mittäter richten. Anschließend wird Pfarrer Frithjof Tümmler aus Berichten von Überlebenden lesen. Musikalisch umrahmt wird die Gedenkveranstaltung von Hartmut Schmidt (Akkordeon) und Frank Sommerfeld (Gitarre). Unter dem Titel „Klezmer und die Klezmorim. Beispiele einer jüdischen Musiktradition“ werden sie Musikstücke spielen und Erläuterungen zu dieser Musikform geben.  Zu der Gedenkfeier möchten wir Sie ganz herzlich einladen. (Der Eintritt ist kostenlos.)

 

Bürgermeister Edgar Slawik (Gemeinde Guxhagen), Pfarrer Frithjof Tümmler (Evangelische Kirchengemeinde), Dr. Gunnar Richter (Gedenkstätte Breitenau)

 

 

 

 

 

Veranstaltungsreihe

 

Die Nazis und die Intellektuellen

 

Donnerstag, 02.11.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Alle 19-21, Saal

 

Die Konservative Revolution

 

Vortrag von Prof. Dr. Jens Flemming

 

Viele akademisch gebildete Deutsche wurden vom Nationalsozialismus angezogen. Ein Beispiel ist eine Gruppe von rechten Intellektuellen, die lose miteinander verbunden waren und deren politische Haltung man als Konservative Revolution“ bezeichnet. Nicht alle ihre Vertreter gingen zu den Nationalsozialisten, ihre Anschauungen waren denen des NS allerdings sehr ähnlich.
Man bekämpfte die Demokratie und den Liberalismus, und häufig war auch Antisemitismus mit im Spiel. Edgar Julius Jung, Carl Schmitt, Ernst Jünger und Oswald Spengler sind nur einige Vertreter dieser Richtung. Ihre Schriften waren zum Teil weit verbreitet. Was waren die Ziele dieser Autoren? Was hatten sie mit den Nationalsozialisten gemein? Kann man sie als intellektuelle Wegbereiter Hitlers bezeichnen?

 

Eintritt: 5 €

 

 

Donnerstag, 23.11.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Saal

 

Die Ministerialbürokratie und die Judenmörder

 

Vortrag von Prof. Dr. Jens Flemming

 

1933 strömten viele Akademiker in die NSDAP. Viele aus Opportunismus, etliche aber auch aus Überzeugung. Schon bald nach Hitlers Machtübernahme werden die Verfolgungsbehörden - Gestapo, Kripo und später das Reichssicherheitshauptamt - von jungen Intellektuellen geführt, die fanatische Nationalsozialisten waren. Gleichzeitig existierte noch die alte Ministerialbürokratie. In der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 trafen Vertreter beider Gruppen aufeinander. Die Vernichtung der europäischen Juden hatte bereits begonnen. Die SS nutzte diese Konferenz, um die Ministerien darüber zu informieren und die weiteren „Aktionen“ zu besprechen.
Wer waren die Teilnehmer dieser Konferenz? Wie standen sie zu dem Vorhaben, die europäischen Juden zu vernichten? Gab es Widerstände seitens der Ministerialbürokratie angesichts dieser ungeheuren Vorgänge?

 

Eintritt: 5 €

 

 

Freitag, 24.11.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Saal

 

Die Wannsee-Konferenz

 

Filmvorführung mit anschließender Diskussion

Einführung: Thomas Ewald

 

1984 wurde unter der Regie von Hans Schirk der Fernsehfilm DIE WANNSEEKONFERENZ gedreht. Hierbei handelt es sich um eine Rekonstruktion der Konferenz vom 20. Januar 1942 auf der Grundlage des überlieferten Protokolls. Hervorragende Darsteller machen deutlich, wie tief der Antisemitismus im Weltbild nicht nur der SS-Männer, sondern auch bei den Vertretern der alten Staatsbürokratie verankert war.

Zu sehen sind u.a. Walter Mattausch als Reinhard Heydrich, Gerd Böckmann als Adolf Eichmann und Martin Lüttge als SS-Mann Dr. Rudolf Lange.

 

 

Donnerstag, 30.11.2017, 19.30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Saal

 

Die Chefs der Kasseler Gestapo

 

Vortrag: Dr. Gunnar Richter

 

Die Kasseler Gestapo wurde von hochgebildeten Männern aus bürgerlichen Familien geleitet. Alle hatten Abitur und einen Universitätsabschluss, etliche einen Doktortitel. In der Gesamtbevölkerung hatten 5% Abitur, 12% einen Realschulabschluss und 83% den Hauptschulabschluss. Auch in Kassel wurde somit der Verfolgungsapparat von einer Bildungselite geführt. Wer waren diese Männer, wie führten sie die Kassler Gestapo, welchen Anteil hatten sie am Holocaust, und was geschah mit Ihnen nach dem Krieg? Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau, wird auf diese Fragen Antworten geben.

 

Eintritt: 5 €

 

 

Freitag, 10.11.2017, 15 Uhr, Jüdisches Museum/Mikwe,

Brauhausstr. 2, 36199 Rotenburg/Fulda

 

Jüdisches Museum und Mikwe in Rothenburg an der Fulda

 

Exkursion zum jüdischen Museum und Mikwe in Rothenburg/Fulda. Es wird um Spenden für das Museum gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich: Geschäftsstelle des Ev. Forums Kassel, Mauerstr. 15, Tel.: 0561-28760-21

 

 

 

 

Veranstaltungen die 2017 bereits durchgeführt wurden:

 

Freitag, 06.10.2017, 15 Uhr

Synagoge Felsberg, Ritterstr. 3 / 34587 Felsberg

 

Die liberale jüdische Synagoge emet we`shalom

 

Exkursion zur Synagoge nach Felsberg. Es wird um Spenden für die Synagoge gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich: Geschäftsstelle des Ev. Forums Kassel, Mauerstr. 15, Tel.: 0561-28760-21

 

 

 

Sonntag, 07.05.2017, 14:30 Uhr

Gedenkstätte Breitenau

 

„Tag für die Literatur“:

„Düstere Mauern umragen überall meine Welt“ (Katharina Staritz)

 

 

Die Gedenkstätte Breitenau erinnert an das Schicksal der Menschen, die während der NS-Zeit im frühen Konzentrationslager (1933/34) und dem späteren Gestapo-Lager Breitenau (1940-45) inhaftiert waren. Anke Lohmeyer und Annika Stahlenbrecher führen durch das Gelände und die erhaltenen Hafträume und tragen ausgewählte Texte von ehemaligen Gefangenen vor. Sie erzählen von den Haftbedingungen und davon, dass keine Gefängnismauern die geistige Freiheit einschränken konnte.

 

Der Eintritt ist kostenlos.

 

 

Donnerstag, 11.05.2017, 19 Uhr

Rathaus der Stadt Limburg, Werner-Senger-Str. 10, Sitzungssaal

 

„Das frühe hessische Konzentrationslager und spätere

Gestapo-Lager Breitenau bei Kassel“

 

Vortrag von Dr. Gunnar Richter

 

Der Vortrag wird sich mit der Geschichte Breitenaus während der Zeit des Nationalsozialismus und seiner Nutzung als frühes Konzentrations- und Gestapo-Lager befassen. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Hadamar im Rahmen der Vortragsreihe „Hadamar Gespräche“ statt.

 

 

Freitag, 12.05.2017, 15 Uhr

Geschichtswerkstatt Rückblende, Kasseler Str. 6, 34471 Volkmarsen

 

Besuch der Geschichtswerkstatt Volkmarsen und Besichtigung der Mikwe

 

Exkursion in Begleitung von Ernst Klein

 

Jüdisches Leben in unserer Region: Besuch der Geschichtswerkstatt Volkmarsen und Besichtigung der einzigartigen Schacht-Mikwe aus dem 15./16. Jahrhundert". Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Kassel statt.

 

Eintritt: 4 €

 

 

Samstag, 13.05.2017, 9:00-18:00 Uhr

Treffpunkt: Wilhelmshöher Alle 19-21

 

Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald

 

Eine Exkursion mit Dr. Gunnar Richter und Thomas Ewald

 

Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager. Es existierte vom Juli 1937 bis zum April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar. Zunächst wurden dort politische Gegner der Nazis aus Deutschland inhaftiert. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden immer mehr ausländische Gefangene dorthin verschleppt. Ca. 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas waren insgesamt in Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf über 50.000 geschätzt. Die Befreiung im April 1945 war eine gemeinsame Aktion von Häftlingen und der 3. US-Armee.
Nach Abzug der US-Truppen wurde das Gelände von der sowjetischen Besatzungsmacht als Speziallager Nr. 2 genutzt. Dort wurden nicht nur ehemalige Nationalsozialisten inhaftiert, sondern auch politische Gegner des kommunistischen Systems in der SBZ bzw. ab 1949 in der DDR.

Auf der Fahrt werden Dr. Gunnar Richter und Thomas Ewald bereits wichtige Informationen geben. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers wird es eine Führung geben. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.
Der Bus startet um 9 Uhr in der Wilhelmshöher Allee vor der Volkshochschule. Dort werden wir gegen 18 Uhr wieder eintreffen.

Kosten: 35 €

Eine Anmeldung ist erforderlich: Tel: 0561 1003 1681

 

 

Sonntag, 21.05.2017, 11-17 Uhr

Gedenkstätte Breitenau

 

Internationaler Museumstag: „Spurensicherung. Mut zur Verantwortung“

 

Die Gedenkstätte Breitenau nimmt auch in diesem Jahr am Internationalen Museumstag mit dem Thema „ Spurensicherung. Mut zur Verantwortung“ teil. Präsentation der auf der dOCUMENTA (13) gezeigten Ton-Dia-Reihe von Dr. Gunnar Richter und anderer künstlerischen Arbeiten (um 11 Uhr) sowie zwei Führungen zur Geschichte Breitenaus und zur Gedenkstätte (um 12 Uhr und um 14:30 Uhr).

 

Der Eintritt ist kostenlos.

 

 

Tagung: 10.-11.06.2017

Evangelische Akademie Hofgeismar

 

Tagung

Täter, Taten und Erinnerung.

NS-Täterschaft aus psychologischer, historischer, neurowissenschaftlicher und didaktischer Perspektive

 

Nur wer sich mit den Tätern im NS-Unrechtsstaat auseinandersetzt, kann eine Wiederholung ihrer Taten verhindern. Deshalb sollen im Rahmen ieser Tagung folgende Fragen geklärt werden: Wie werden Menschen überhaupt zu Tätern? Was wissen wir über die Täterschaft im Nationalsozialismus? Was lässt sich aus der Beschäftigung mit den Tätern der NS-Zeit für die gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft lernen?

Diesen und weiteren Fragen wird auf der Tagung intensiv nachgegangen.

 

Am Samstag, den 10.06.2017 hält Dr. Gunnar Richter, der Leiter der Gedenkstätte Breitenau, einen Vortrag bei dieser Tagung zum Thema: „ Die Geheime Staatspolizei Kassel, Täterschaft und Erinnerung“.

 

Weitere Informationen zur Tagung (Kosten, Unterkunft,…) finden Sie:

 

Telefonisch: 05671/881-118 (Frau Lerner, 8:30 Uhr bis 12 Uhr)

 

Im Internet: www.akademie-hofgeismar.de

 

Anmeldung: Tagungsnummer 17050

 

Schriftlich erbeten bis zum 2.06.2017 an:

 

Evangelische Akademie

Gesundbrunnen 11

34369 Hofgeismar

 

Oder per Fax: 05671/881-154

 

Oder per E-Mail: ev.akademie.hofgeismar@ekkw.de

 

 

Montag, 12.06.2017

Foyer der Herderschule Kassel

 

Ausstellungseröffnung:

Preserving memories“ – Erinnerung an den antifaschistischen

Widerstand in Europa

 

Während der documenta14 werden die vhs Region Kassel, die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) und das Institut des Vétérans (Brüssel) ein 100 Tage dauerndes Erinnerungsprojekt gestalten. Gezeigt wird eine 50 Stellwände umfassende, mehrsprachige Ausstellung zum antifaschistischen Widerstand in den europäischen Staaten von 1922 bis 1945. Die Ausstellung wurde im Sommer 2013 im Europäischen Parlament eröffnet.


Begleitend zu der Ausstellung finden Begegnungen mit Zeitzeugen, Filmvorführungen und Lesungen zur Erinnerung an die Frauen und Männer, die sich für die Freiheit ihrer Heimat und für die Niederringung der faschistischen Barbarei eingesetzt haben, statt.


Unterstützt wird dieses 100-Tage Projekt von zahlreichen Organisationen der Stadt und der Region Kassel, die sich der Erinnerungsarbeit widmen.

 

Veranstalter sind der Landkreis Kassel, die Stadt Kassel, die Herderschule und die vhs Region Kassel.
Kooperationspartner sind Arbeit und Leben, DGB Nordhessen, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Evangelisches Forum, Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel, Freies Radio Kassel, Gedenkstätte Breitenau, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Kasseler Friedensforum, Katholisches Dekanat Kassel-Hofgeismar, NaturFreunde Kassel 2015, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der EKKW, Rosa-Luxemburg-Club Kassel, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Sara-Nussbaum-Zentrum, Stadtjugendring Kassel, Stadtverordnetenfraktion Kasseler Linke, Verein Gegen Vergessen für Demokratie, Verein Stolpersteine, VVN-BdA.

 

Ab 13. Juli 2017 ist die Ausstellung im Foyer des Kreishauses, Wilhelmshöher Allee 21, zu sehen, wo auch die Begleitveranstaltungen stattfinden werden. Ende März 2017 erscheint das Begleitprogramm zur Ausstellung

 

 

 

 

Mittwoch, 22.03.2017, 18:30 Uhr

Kolpinghaus Kassel

 

„Von Versöhnung und Vergebung:

Erfahrungen und Einsichten aus meinem Weg zur deutsch-jüdischen Aussöhnung“

 

Vortrag von Prof. Dr. Judith Levi

 

Der Vortrag findet beim Schalom-Treff der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel statt.

 

 

 

Donnerstag, 23.03.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Saal

 

„Hatte der Nationalsozialismus auch gute Seiten?“

 

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz

 

"Es war nicht alles schlecht. Schließlich hat Hitler die Arbeitslosigkeit beseitigt und die Autobahnen gebaut."

"Die Jugend wusste, wo sie hingehörte."

"Frauen konnten nachts alleine über die Straße gehen."


Diese und ähnliche Aussagen konnte und kann man immer noch hören, wenn es um die Beurteilung des Nationalsozialismus geht. Hatte dieses System also auch gute Seiten?
Prof. Dr. Wolfgang Benz, einer der renommiertesten Historiker, wird dieser Frage in seinem Vortrag nachgehen. Anschließend besteht wie immer die Möglichkeit zur Diskussion.

Eintritt: 5 €

 

 

Freitag, 24.03.2017, 15 Uhr

Gedenkstätte Breitenau, Kirchweg 4 /34302 Guxhagen

 

Breitenau: KZ und Gestapolager vor den Toren von Kassel.

Besuch der Gedenkstätte

 

Exkursion in Begleitung von Dr. Gunnar Richter

 

Besuch der Gedenkstätte Breitenau mit Führung über das Gelände und Besichtigung der Hafträumlichkeiten, sowie der Ausstellungsräume. Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Kassel statt.

 

 

 

Donnerstag, 30.03.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher-Allee 19-21, Saal

 

Moderne Erscheinungsformen des Rechtsextremismus

 

Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus

 

Das Erscheinungsbild der rechten Szene hat sich stark gewandelt. Das Verbot verfassungsfeindlicher Symbole ein Versteckspiel in der rechten Szene ausgelöst. Es gibt codierte Symbole und subkulturelle Trends, die für einen rechten Lifestyle stehen, der aber nicht erkannt wird. Im ersten Teil der Veranstaltung werden diese Fragen beantwortet:
Wie erkenne ich rechtsaffine Jugendliche?  Wie treten sie auf, welche Symbole und Zeichen sind wichtig und welche Musik ist in der rechten Szene angesagt? Sodann geht es um die Strategien der Rechtsextremisten.
Wie versuchen sie, Jugendliche zu erreichen, und was macht die Attraktivität für manche Jugendliche dabei aus? Außerdem werden rechtsextreme Strukturen und Neonazi-Aktivitäten in der Region beleuchtet.
Die Referentinnen und Referenten kommen vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus - für demokratische Kultur in Hessen e. V.

 

Eintritt: 5 €

 

Donnerstag, 19.01.2017, 19:30 Uhr

Evangelisches Forum, Lutherplatz

 

Lebenswege jüdischer Kinder in Kassel

 

Vortrag von Ernst Klein

 

Regionalsprecher für den Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.“ und Vorsitzender des Vereins „Rückblende“ aus Volkmarsen.

 

 

Eintritt: 4 €

 

 

Sonntag, 29.01.2017, 17 Uhr

Lutherkirche Kassel

 

Konzert anlässlich des Holocaust-Gedenktages

 

Gedenkkonzert anlässlich des Holocaust-Gedenktages

 

Moses Mendelssohn (1729-1786) war in seiner Zeit einer der bekanntesten Philosophen und Aufklärer. Leidenschaftlich stritt der „deutsche Sokrates“, wie er genannt wurde, für Gewissensfreiheit und Toleranz. Sein Freund Gotthold Ephraim Lessing setzte ihm mit der Figur des gütigen Juden „Nathan der Weise“ ein Denkmal. Mendelsoh war auch ein Wegbereiter des vielfältigen jüdischen Lebens im Deutschland des 19. Jahrhunderts, das im Holocaust vernichtet wurde. Viele Juden und Jüdinnen, die damals Gesellschaft und Kultur mitgestalteten, sind in Vergessenheit geraten. Und der Name Moses Mendelssohn wird heute nur selten genannt, wenn von bedeutenden Persönlichkeiten der deutschen Geschichte die Rede ist.

Dieser Abend soll dem Vergessen etwas entgegensetzen. Der hannoversche Schauspieler Martin G. Kunze liest Texte Moses Mendelssohns, die auch heute aktuell klingen. Die Meininger Sopranistin Anna Gann und die Suhler Pianistin Naoko Christ-Kato musizieren Werke von Komponisten wie Friedrich Gernsheim und Salomon Jadassohn, die es verdienen, wiederentdeckt zu werden.

 

Vorverkauf: Bauer & Hieber im Musikhaus Eichler ab 7.11.2016, Tel. 0561/9188861, Evangelisches Forum, Tel.: 0561 28760-21

Beginn: 17 Uhr / Einlass: 16 Uhr / Kosten: 14 Euro/10 Euro ermäßigt

 

 

Montag, 30.01.2017, 10 Uhr

Hermann-Schafft-Haus, Wilhelmshöher Allee 19

 

Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

 

Gemeinsame Gedenkveranstaltung, anlässlich des Holocaust-Gedenktages, der Stadt Kassel und der Herderschule, sowie der Vhs Kassel. Als Referent wird Herr Andrzej Kacorzyk, Direktor des Bildungszentrums der Gedenkstätte Auschwitz, auftreten.

 

 

Freitag-Sonntag, 10.02.-12.02.2017

Evangelische Akademie Hofgeismar

 

Tagung

Antisemitismus als aktuelle Herausforderung

Analyse und Prävention

 

Der Antisemitismus besitzt eine lange Geschichte; er ist jedoch kein monolithischer Block, sondern (mentalitäts-)geschichtlichen Veränderungen unterworfen. Die Tagung widmet sich deshalb dem aktuellen Stand der Antisemitismusforschung sowie den Herausforderungen zeitgenössischer und sich abzeichnender Ausdrucksformen des Antisemitismus.

Exemplarisch wird die Darstellung von Judentum und Antisemitismus in aktuellen religionspädagogischen Konzepten betrachtet. Sodann wird nach den Potentialen einer aktuellen und zukünftigen Realisierung des Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft gefragt: in den traditionellen Medien ebenso wie in social media, durch zunehmende Historisierung des Holocaust (zeitlicher Abstand und Sterben der letzten Zeitzeugen), durch eine Ermüdung des christlich-jüdischen Dialogs sowie anhand der Frage, ob die deutsche Gesellschaft durch Erstarken rechtspopulistischer Strömungen und den Zuzug von Migranten mit einer neuen Quantität und Qualität des Antisemitismus rechnen muss. Auf diesem komplexen Hintergrund fragt sie nach Möglichkeiten der Prävention. Hierzu wird u.a. Dr. Gunnar Richter seinen Vortrag, „Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit. Ein Beitrag zur Prävention gegen Antisemitismus“, halten.

 

Um schriftliche Anmeldung wird bis zum 1. Februar 2017 gebeten. Tagungsnummer 17113.

 

Per Post: Evangelische Akademie, Gesundbrunnen 11, 34369 Hofgeismar

Per Fax: 05671/881-154

Per E-Mail: ev.akademie.hofgeismar@ekkw.de

 

Für weitere Informationen: www.akademie-hofgeismar.de

 

Telefonische Auskunft: 05671/881-108 (Frau Kamutzki-Pape, 8:30-15:00 Uhr)

 

Den Teilnehmenden entstehen keine Tagungskosten!

 

 

Donnerstag, 02.03.2017, 19:30 Uhr

Vhs Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Saal

 

„Fing der Stalinismus schon mit Lenin an?“

 

Vortrag von Prof. Dr. Jens Flemming

 

Vor 100 Jahren hat mit der russischen Oktoberrevolution ein neues Kapitel der Weltgeschichte begonnen. War es der vielversprechende Beginn eines neuen sozialistischen Zeitalters? Oder waren schon zu Beginn unter Lenin jene menschenverachtenden Methoden zu erkennen, die später unter Stalin zum Mord an Millionen Menschen führten?
Wie verhielt es sich z. B. mit Lenins Revolutions- und Parteitheorie? Waren sie bereits die Vorboten der späteren Praxis unter Stalin?
Prof. Dr. Jens Flemming wird diesen Fragen nachgehen und die Antworten zur Diskussion stellen.

 

Eintritt: 5 €