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Wege zu Orten des Gedenkens und
Erinnerns in Guxhagen
 

Zum Gedenken und in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Guxhagen wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Gedenkstätte Breitenau ein Rundgang konzipiert, der zu Orten in und um Guxhagen führt, die mit der leidvollen Lebensgeschichte von Menschen verbunden sind, die durch die Nationalsozialisten in Guxhagen verfolgt worden.
 

Kleiner Rundweg A:
Gedenkstätte - Fuldaberg - Gedenkstätte
(Stationen 1 - 8)
 
Weg: Von der Gedenkstätte entlang der Fulda Richtung Büchenwerra (Wanderzeichen II) zum Fuldaberg und zum Gedenkstein (Station 7). Dem Weg weiter folgen, hinter einem Neubauhaus links abbiegen (WZ II) zur Station 8
Von dort zurück zur Gedenkstätte auf gleichem Weg.
 
Dauer: ca. 30 - 40 Minuten
 

Kleiner Rundweg B:
Gedenkstätte - ehem. Synagoge Guxhagen - Gedenkstätte
(Stationen 1, 2, 3 ,4 ,5, 9, 6)
 
Weg: Von der Gedenkstätte über das Therapiegelände vorbei an der Geschichtstafel (Station 5) zur Brückenstraße, dann rechts - über die Fulda - Kleine Brückenstraße - zur Untergasse 9 (Synagoge)
Zurück über die Fulda - hinter der Brücke links abbiegen, entlang der Fulda, an der ehem. Klostermühle vorbei - durch den Torbogen hindurch - nach 200m rechts ab - kurz vor der Gedenkstätte links ab zum ehem. Anstaltsfriedhof (Station 6) - Gedenkstätte
 
Dauer: ca. 20 - 30 Minuten
 

Großer Rundweg
(Stationen 1 - 9)
 
Weg: Von der Gedenkstätte dem Wanderzeichen II (anfangs kleiner Rundweg A) nach Büchenwerra folgen - dann auf der anderen Fuldaseite entlang (WZ II) nach Guxhagen - Untergasse (ehem. Synagoge) - dann wie kleiner Rundweg B
 
Dauer: ca. 80 - 90 Minuten
 


Karte mit den Stationen:


Karte mit den Stationen
 

Zu den einzelnen Stationen:


 

Station 1
Eingang der Gedenkstätte

 
Station 2
Klosterkirche Breitenau

1113 wurde das Benediktinerkloster Breitenau gegründet und einige Jahre später mit dem Bau der bis heute erhaltenen Klosterkirche begonnen. Nach der Reformation 1527 wurde das Kloster aufgegeben und selbst die Kirche zweckentfremdet. Anfänglich landwirtschaftlich genutzt, wurde das ehemalige Kirchengebäude 1874 durch eine Mauer geteilt. Querschiff und Chor dienten wieder zum Gottesdienst, während im Hauptschiff, das in Etagen unterteilt wurde, Menschen eingesperrt wurden: Zuerst Landstreicher und Bettler, dann 1933/34 im KZ Breitenau politische Gegner der Nationalsozialisten, im 2. Weltkrieg vor allem ausländische Zwangsarbeiter, nach dem Krieg sog. schwer erziehbare Mädchen.
 
Station 3
Klosterkirche Breitenau

In einer Apsis des Querschiffes liegt ein 1995 angelegtes Gedenkbuch für die Gefallenen beider Weltkriege und die jüdischen Opfer der NS-Zeit aus.
 
Station 4
Gedenkstein

1950 von Wilhelm Hugues geschaffener Gedenkstein "Die Trauernde" für die am 30.03.1945 erschossenen Häftlinge
 
Station 5
Geschichtstafel

Die (korrigierte) Geschichtstafel am Westgiebel des ehemaligen Frauenhauses. Auf der ersten Gedenktafel war noch für den Zeitraum 1927 bis 1950 zu lesen: "Restaurierungsarbeiten erhalten eines der schönsten Beispiele romanischer Architektur in Hessen."
 
Station 6
Anstaltsfriedhof

Neben einem Denkmal mit Sandsteinkreuz für sieben verstorbene französische Kriegsgefangene, die zu 750 Franzosen zählten, die im Zuge des deutsch-französischen Krieges (1870/71) in Breitenau interniert waren, befindet sich auf dem Friedhof das Grab von Willi Tietz, der 1944 als Gestapo-Häftling in Breitenau umkam. Bis Anfang der 60er Jahre befanden sich dort u.a. auch die Gräber der Toten des Arbeitserzeihungslagers Breitenau, darunter die der 28 Ermordeten vom Fuldaberg. Sie wurden 1960/61 auf den Kriegsopferfriedhof Ludwigstein bei Witzenhausen umgebettet.
 
Station 7
Gedenkstein

Am 30. März 1945, einen Tag vor dem Einrücken der Amerikaner in Guxhagen, wurden am Fuldaberg in Breitenau 28 Gestapo-Häftlinge durch Gestapo und SS erschossen. Unter den 29 Ermordeten befanden sich 16 sowjetische, 10 französische und zwei niederländische Gefangene. Die Grube des Massengrabes ist noch heute unterhalb des Gedenksteines sichtbar.
Der von der Gemeinde Guxhagen errichtete Gedenkstein für die Ermordeten am Fuldaberg wurde am 30.März 1987 eingeweiht.
 
Station 8
sog. SS-Ehrenmal

Die politischen Gefangenen des KZ-Breitenau mussten 1933 am Fuldaberg ein sog. "SS-Ehrenmal" errichten. Es ist noch heute erhalten; allerdings sind die SS-Runen, das Hakenkreuz und die Schrift im Giebel nach dem Krieg entfernt worden. Die Inschrift lautete: "Erbaut im Jahre der nationalen Erhebung 1933 durch Insassen des Konzentrationslagers Breitenau".
 
Station 9
Ehemalige Guxhagener Synagoge

1823 wurde mit dem Bau der Synagoge in der Untergasse begonnen. Der Synagogenraum hatte 74 Männer- und auf der Empore 46 Frauenplätze. Außerdem befanden sich in dem Gebäude die Judenschule und die Lehrerwohnung. In der Nacht vom 8. zum 9. November wurde die Inneneinrichtung von SA- und SS-Männern zerstört. Die Synagoge ging in das Eigentum der Gemeinde über, die bis heute Eigentümerin ist. Seit dem 08. Mai 1985 befindet sich eine Gedenktafel für die verfolgten und ermordeten jüdischen Guxhagener Mitbürger an dem ehemaligen Synagogengebäude.
 
Station 10
Jüdischer Friedhof Guxhagen

Der jüdische Friedhof wurde im Jahre 1809 an der Albshäuser Straße zwischen Guxhagen und Albshausen angelegt. Er liegt außerhalb der Ortslage. Auf ihm befinden sich 125 Gräber Guxhagener Juden.
Der jüdische Friedhof liegt außerhalb der Rundwege. Er ist mit dem Auto zu erreichen. Der Schlüssel für den Friedhof ist bei der Guxhagener Gemeindeverwaltung oder in der Gedenkstätte zu erhalten.